Die ersten Menschen auf dem Mond

Die ersten Menschen auf dem Mond

Aus der Kategorie Raumfahrt | Geschrieben von: Andy Langzettel, 2022

Der Weg bis zur ersten Mondlandung von Menschen war lang, mühsam und am Ende eine große menschliche sowie technologische Meisterleistung.

Nachdem die erste bemannte Mondmission „Apollo 8“ am 21. Dezember 1968 vom Kennedy Space Center in Florida zum Mond aufbrach, erreichte sie wie geplant drei Tage später an Heiligabend den Mond. Sie umrundete ihn und die ersten Menschen waren dem Mond ganz nah. Der erste große Meilenstein zu weiteren bemannten Mondmission war erreicht.

Nahaufnahme des Mondes aus dem Mondorbit
Dem Mond ganz nahNASA (image by Apollo 8), Public domain, via Wikimedia Commons

Die Apollo 8 Astronauten sahen als erste Menschen überhaupt den Mond aus nächster Nähe.

“Apollo 11”: die wohl bekannteste Mond-Mission (Start am 16. Juli 1969)

Um Menschen auf den Mond landen, und diese auch wieder sicher zur Erde zurückkehren zu lassen, bedarf es ausgeklügelte Konzepte, hervorragende Ingenieure und nicht zuletzt wagemutige Astronauten, die sich dieser großen Herausforderungen stellen.

Die lange Vorbereitungszeit gipfelte in den Startvorbereitungen, die bereits im Januar 1969 mit zahlreichen Funktionstests und simulierten Probeläufen begonnen haben. Im April 1969 wurde die Trägerrakete Saturn V, die aus drei Raketenstufen und dem Apollo-Raumschiff bestand, zusammengesetzt. Im Mai 1969 brachte ein Raupenfahrzeug die 110 Meter hohe Rakete zur Startrampe des Kennedy Space Center Launch Complex.

Am 1. Juli 1969 um 17:54 UTC zündete die erste Stufe der 3.000 Tonnen schweren Saturn V und hob mit einer Schubkraft von Millionen von PS ab. An Bord waren die drei Astronauten Neil Armstrong (38 Jahre), Edwin „Buzz“ Aldrin (39 Jahre) und Michael Collins (38 Jahre).

Die Apollo 11 Astronauten
Apollo 11 AstronautenNASA, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Crew der Apollo 11: Neil Armstrong (links), Michael Collins (mitte), Edwin „Buzz“ Aldrin Jr. (rechts)

Innerhalb von nur 12 Minuten erreichte die Rakete eine Erdumlaufbahn. Etwas später zündete die Rakete erneut ihre Triebwerke und nahm fortan Kurs auf den Mond. Bei diesem Kurswechsel wurde sichergestellt, dass die Rakete bei einem möglichen Triebwerksaufall nur den Mond umrunden sollte und ohne weiteren Antrieb sicher zur Erde zurückkehren konnte.

Nach 3 Tagen und 4 Stunden erreichte das Raumschiff den Mondorbit. Es wurde mit den Bremstriebwerken ein kontrolliertes Bremsmanöver ausgeführt und man schwenkte damit in die Umlaufbahn des Mondes ein.

Kaum im Mondorbit angekommen, trennte sich die Mondlandefähre mit den Astronauten Neil Armstrong und Edwin „Buzz“ Aldrin vom Kommandomodul in dem Michael Collins zurückblieb und weiter den Mond umkreiste.

Einen Tag später am 20. Juli 1969 um 20:17 UTC landete die Mondlandefähre „Eagle“ sicher auf dem Mond und der Astronaut Neil Armstrong funkte zur Erde:

Houston, hier ist Tranquility Base. Der Adler ist gelandet! 
– Neil Armstrong

Wenige Stunden später und nach einigen Kontrollroutinen der Astronauten erfolgte der Ausstieg aus der Mondlandefähre auf die Mondoberfläche. Und abermals funkte Neil Armstrong seine wohl berühmtesten Worte zur Erde:

That’s one small step for (a) man, one giant leap for mankind!
 – Neil Armstrong

Zu Deutsch: Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit!

20 Minuten später betrat auch Buzz Aldrin die Mondoberfläche. Zusammen stellten sie als erste Amtshandlung auf dem Mond die US-Flagge auf und salutieren vor dieser.

Video: Der ersten Menschen auf dem Mond

Der Ausstieg der Apollo 11 Astronauten auf der Mondoberfläche

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Danach stellten sie verschiedene Forschungsgeräte auf - darunter auch ein Laserreflektor, mit dem bis heute noch die exakte Entfernung zum Mond bestimmt wird. Hierzu wird ein Laserstrahl von der Erde aus zum Mond gesendet und vom Laserreflektor im genau gleichen Winkel wieder zur Erde reflektiert. Aus der Lichtlaufzeit, die der Laserstrahl von der Erde zum Mond und wieder zurück benötigt, wird die Entfernung des Mondes bestimmt.

Bevor die beiden Astronauten nach 2 Stunden und 31 Minuten wieder in die Mondlandefähre stiegen, sammelten sie noch 21,6 kg Bodenproben.

Nach insgesamt 22 Stunden auf dem Mond, zündeten sie die Triebwerke der Mondlandefähre und kehrten innerhalb von 4 Stunden zum Kommandomodul zurück, in dem der Astronaut Michael Collins ausgeharrte und die Rückkehr seiner beiden Kollegen bereits erwartet hatte.

Im Mondorbit zündeten die Triebwerke und das Raumschiff nahm wieder Kurs auf die Erde.

Am 24. Juli 1969 trat die Landekapsel in die Erdatmosphäre ein, die Fallschirme öffneten sich und die drei Astronauten landeten sicher im Pazifik.

Ihre Mission war damit jedoch noch nicht beendet. Einige Forscher nahmen an, dass die Astronauten möglicherweise, für die Erde gefährliche Mikroben mitgebracht haben könnten und ordneten eine 17-tägige Quarantäne an, in der sich herausstellte, dass diese Angst unbegründet war.

Jetzt sind Sie dran: Stellen Sie sich vor wie es gewesen sein muss, als erster Mensch überhaupt den Mond zu betreten. Was müssen diese Menschen gefühlt haben? Was ist ihnen wohl durch den Kopf gegangen, als sie ausstiegen? Wie muss es sich angefühlt haben wieder zurück auf der Erde zu sein? Und was geht diesen Menschen durch den Kopf, wenn Sie heute auf den Mond schauen? Sehen sie ihn so wie wir? Fragen über Fragen...

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